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Selten war ich von Beginn an von einer Applikation so begeistert wie von Spotify. Quasi Musik Streaming par excellence. Ehrlich! Eigentlich kann ich damit meine mit viel Sorgfalt und Liebe gepflegte Musiksammlung ad acta legen. Die Interpreten-Seiten sind besser organisiert und mit Meta-Tags angereichert, als ich es je könnte.

Der Musikkatalog hat auf der deutschen Seite zwar ein paar kleinere Lücken, und ein paar Funktionen könnten dem Player auch nicht schaden, aber alleine mit dem eingebauten Scrobbler gibt es für mich keinen Grund mehr last.fm zu nutzen. Zwar ist der Dienst in der einladungspflichtigen Beta-Phase, aber bei TechCrunch gibt es einen (momentan noch) funktionierenden Workaround. Der hält anscheinend nur 14 Tage, aber ich rate jedem Musikliebhaber es trotzdem auszuprobieren. PS: Hier der Link zu einer meiner Playlisten. Kritik an der Auswahl wird nicht akzeptiert.
Vor kurzem waren mein Bruder und ich zwecks Silberhochzeitsgeschenk der Eltern im Fotostudio. Die werte Mama möchte wohl die doch etwas älteren Fotos von meiner Kommunion endlich ersetzen.
Ausgesucht hatten wir dann den einzigen Laden in unserer Umgebung der überhaupt eine Internetseite mit Öffnungszeiten zu bieten hatte.
Warum ich diesen Schwank aus meinem Privatleben erzähle?
Es lässt sich daran wie ich finde sehr schön ablesen was der deutsche Bildermacher von den “Neuen Medien” hält.
Anscheinend nichts.
Für diejenigen die - so wie ich - lange nicht mehr beim professionellen Fotografen waren:
Man bezahlt zuerst einen Pauschalbetrag für das Schießen von 25 Fotos und danach nochmal für die ausgewählten Einzelbilder je nach der gewünschten Größe.
Das Fotografieren an sich war soweit in Ordnung. Es gab die typischen 08/15-Posen; aber alleine wegen der Ausstattung und Belichtung ist ein Studiobesuch halt nicht zu ersetzen.
Zur Auswahl der Abzüge wurden wir mit einem mir unbekanntem Bearbeitungsprogramm, welches mit dem Stick der Kamera gefüttert war, alleine gelassen. Auf der Titelleiste konnte man “30 Days Trial Version” lesen. Da kommt man schon ins Grübeln…
Das Kern-Feature des Tools war jedenfalls ein 1-Klick-Umschalter zwischen S/W und Farbansicht.
Was aber liegt näher als uns, der Photoshop/GIMP-Jugend einfach die Original JPEG’s zu geben? Jemand andres hat bestimmt kein Interesse an meiner Visage und der Arbeitsaufwand um die paar MB auf einen USB-Stick zu kopieren ist nahe Null.
Wir wollten also fragen, was es kosten würde die Bilder digital zu erhalten. Die Alternative wäre ein schneller ZIP und Upload unseres Foto-Albums (auf der Speicherkarte waren noch Bilder von anderen Familien) auf drop.io oder andere Filesharing-Dienste. Der IE 6 war natürlich nicht gesperrt.
Aber man ist ja ehrlich (und ein 50 MB-Upload dauert seine Zeit ;-)
Nachdem wir uns also für 3 große und 3 kleine Abzüge entschieden und dafür 170 € hingeblättert hatten war noch die Frage nach den digitalen Originalen.
Die Antwort: Eine Kopie von einem unserer beauftragteten Abzüge kostet jeweils 15 €. Das wären dann nochmals 90 € für ca. 20 MB. Wohlgemerkt kann man auch nur die Bilder digital bestellen, die man auch analog beauftragt hat - der Rest wandert in den Müll.
Gegen eine kleine “Schutzgebühr” hätte ich ja nichts gesagt, aber das hier ist jawohl ein wenig übertrieben…
Bei mir wird nun die alte Methode a.k.a. einscannen herhalten müssen.